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Hi Fans!!

 

Ich habe mir sehr lange Zeit gegeben, um diese Entscheidung zu treffen. Es waren viele Faktoren, die nicht mehr so richtig zusammengespielt haben. Genau gesagt meine ganzen Verletzungen die ich hatte, speziell mein rechtes Knie. Es ist trotz Schmerzmitteln nicht mehr gegangen und der Erfolg ist auch ausgeblieben. Entscheidend war im Endeffekt aber das Körperliche. Für mich ist es jetzt die richtige Entscheidung. Eine Vernunftentscheidung. Ich war immer wieder verletzt. So wie letztes Jahr, als ich toll in Form gewesen bin, bis dieser blöde Sturz in Chamonix war, wodurch die WM-Saison vorzeitig beendet war. Das war der nächste mentale Knacks, wo man sich denkt: Nein, ich mag das nicht mehr machen. Ich habe es dann trotzdem noch mal probiert, wollte es noch einmal wissen und war im Sommer auch sehr motiviert. Skifahren hat mir wieder richtig Spaß gemacht, aber während der Saison sind dann vermehrt die Schmerzen gekommen und ich habe mir überlegt, wie das Ganze weitergehen soll. Jetzt bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich meine Karriere beenden werde.

Die schönsten Momente waren sicher meine 13 Stockerlplätze, speziell der zweite Platz bei der Abfahrt in Kitzbühel. Es hat zwar nie für einen Sieg gereicht, aber mit 13 Stockerlplätzen kann ich mit Zufriedenheit auf meine Karriere blicken. Ich habe in dieser Zeit viele Leute und Länder kennengelernt. Das kann mir keiner nehmen. Ein großer Dank gilt meiner Familie, meinen Freunden und Fans, meinen Management, meinen Fanclub, meiner Skifirma Atomic, meinem Kopfsponsor Sky, allen Sponsoren, meinen Trainern und Funktionären, die mich in dieser Zeit begleitet haben. Aber auch den Serviceleuten, speziell Tom Bürgler, der in den letzten Jahren mein Servicemann war. Ich habe jetzt sicher einige vergessen. Im Prinzip möchte ich mich bei allen bedanken, die mich in den letzten Jahren begleitet haben.

Konkrete berufliche Zukunftspläne habe ich momentan noch keine, jetzt werde ich erst einmal die Entscheidung verdauen und mich um den Hausbau kümmern.

Machts gut!!

Euer Mario

 

 

Mario Scheiber / Time to say Goodbye

Mario Scheiber gab heute in Schladming sein Karriere-Ende bekannt. Der Mann mit den 13 Podestplätzen und insgesamt 36 Top-Ten-Platzierungen in 109 Weltcuprennen. Der Mann mit dem großen Talent und den vielen schweren Verletzungen. Der Mann, der nach jeder Niederlage aufstand. Auch sein letztes Comeback gelang, jetzt wird sein Einstieg in ein neues Leben abseits der Abfahrtspisten ebenso gelingen. Sky sagt danke für eine erfolgreiche Partnerschaft.

Mario Scheiber war für Sky der ideale Markenbotschafter im Skiweltcup. Er erzielte, wie Sky-Kollege Hans Krankl, exzellente Werbewerte. In nur zwei Jahren entwickelte sich eine starke Partnerschaft. "Mario Scheiber ist ein großartiger Mensch und großer Sportler, der durch seine positive, direkte Art eine immense Bereicherung war. Nicht nur vor der Kamera, sondern auch hinter den Kulissen. Alle Protagonisten im Skiweltcup mögen Mario Scheiber. Seine Erfolge, sein einmaliges skifahrerisches Talent, seine Verletzungen und vielen gesundheitlichen Rückschläge haben diese Karriere geprägt und leider frühzeitig beendet. Er war der Inbegriff des Zurückkämpfens, ist immer wieder aufgestanden und hat durch diese positive Eigenschaft große Vorbildwirkung gerade bei der Jugend gehabt“, sagt Kai Mitterlechner, Geschäftsführer Sky Österreich.

Es war Weltcup-Rennen Nummer 100, da jubelte Mario Scheiber über Rang 9 und sein x-tes gelungenes Comeback nach schweren Verletzungen wie Kreuzbandriss, Schulterluxation, Meniskuseinriss oder Gehirnerschütterung. Der Mann mit dem Comeback-Gen war 11 Monate nach seinem Trainingssturz in Chamonix beim Super-G in Gröden wieder zurück in der Weltelite. „Ich bin so glücklich wieder das tun zu können, was ich am besten kann – Rennen  fahren!“, sagte Scheiber damals. Und seine Familie jubelte mit ihm: Papa Erwin und Mama Anni, Freundin Ursula, Bruder Gerhard, Cousins und Cousinen ließen ihren Mario hochleben. „Familie ist wichtig, das gibt Rückhalt und Kraft.“ Und das wird für ihn auch nach dem Karriere-Ende so bleiben.

Engagement von Sky im Skiweltcup offen
Offen ist noch das weitere Engagement von Sky im Skisport. Kai Mitterlechner: "Grundsätzlich wollen wir auch in der kommenden WM-Saison mit dem geeigneten Markenbotschafter für Sky im Skiweltcup auftreten. Ob wir den richtigen Nachfolger von Mario Scheiber finden, wird sich in den nächsten Wochen herausstellen. Wir hätten jedenfalls sehr gerne Mario Scheiber in Schladming mit unserem Sky-Helm am Start gesehen." Die Latte für seinen möglichen Nachfolger liegt hoch.


Über Mario Scheiber (6. März 1983, Lienz, Osttirol)

Klub: WSV St. Jakob
ÖSV-Kader: seit 2000
Homepage:
www.mario-scheiber.at

Sportliche Erfolge

Weltcup:
27-11-2010  Lake Louise 2. Abfahrt 
10-03-2010  Garmisch 2. Abfahrt 
19-12-2009  Gröden 2. Abfahrt 
19-01-2008  Kitzbühel 2. Abfahrt 
18-01-2008  Kitzbühel 3. Super-G 
03-12-2007  Beaver Creek 2. Super-G
11-03-2007  Kvitfjell   2. Super-G
29-12-2006  Bormio 3. Abfahrt 
28-12-2006  Bormio  3. Abfahrt 
26-11-2006  Lake Louise 2. Super-G
05-03-2005  Kvitfjell 2. Abfahrt 
19-02-2005  Garmisch 2. Abfahrt 
02-12-2004  Beaver Creek 3. Super-G 

Olympische Spiele:
Vancouver 2010: 4. Abfahrt

Weltmeisterschaften:

Aare 2007: 8. Abfahrt

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Hi Fans

 

Zweites Rennen, zweiter Ausfall. Diesmal habe ich vor dem sechsten oder siebenten Tor ein Schlag erwischt und ich musste aus dem Kurs fahren. Schade, aber ich schaue nach vorne. Jetzt genieße ich kurz die Zeit daheim bei meiner Familie und am Dienstag geht es schon wieder rauf nach Kvitfjell. In Norwegen stehen noch drei Speed-Rennen am Programm. Mein Blick geht schon in Richtung Planung für die nächste Saison. Es fährt ja auch das Atomic-Testteam schon mit rauf, um die Ski für die neue Saison weiterzuentwickeln.

Lg Mario

 

Liebe Leute,

 

heute im ersten Super-G von Crans Montana war ich ein bisschen zu gerade dran, deshalb bin ich beim Tor vorbeigefahren. Es waren Bedingungen wie im Frühjahr. Bei der Mittelstation haben sie sogar ein lustiges Bild aufs Lifthäusl gemalt: Moskau + 1 Grad C, Crans Montana + 9 Grad C, Bali + 32 Grad C. Bei meiner hohen Nummer 29 hat das geheißen, Spuren genau treffen und in der Spur bleiben. Trotzdem war es gut zum Attackieren. Diese Erkenntnisse nehme ich für morgen mit. Und dann wird es besser laufen.

Bis morgen!

Euer Mario


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Liebe Leute,

nach der Generalprobe auf der Olympia-Piste in Sotschi bleibe ich dabei: das ist eine geile Abfahrt! Klar müssen wir im oberen Teil noch über die extreme Kurssetzung diskutieren, dennoch ist diese lange, kräfteraubende, abwechslungsreiche Strecke ein olympiawürdiger Kurs. Ich freu mich jetzt schon und ich weiß genau, wo ich es in zwei Jahren besser machen muss. Bei der Analyse meiner Fahrt haben wir gesehen, dass ich bis zur Halbzeit dort dabei war, wo die Musik spielt. Da habe ich mich extrem wohl gefühlt, habe richtig gut Druck geben können und bin gut ins Fahren gekommen. Dann hat es mich vor der Doppellinkskurve im relativ flachen Mittelteil hinten hinein gedrückt, danach war die Zeit futsch – immerhin ein Weltcup-Pünktchen ist sich mit Platz 30 sogar ausgegangen. Soweit ich weiß, gibt es unter Schauspielern ein Sprichwort: verpatzte Generalprobe, gelungene Premiere. Warum soll das nicht auch für mich als Skifahrer gelten. In zwei Jahren geht’s um Medaillen. Und da hätte ich gern eine! Also, bitte weiter Daumen drücken für die letzten beiden Abfahrten in dieser Saison in Kvitfjell und Schladming. Und ein paar Super-G fahr ich ja auch noch…

Liebe Grüße,

Euer Mario

 
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